Die Wählergemeinschaft Aktiv für Barsinghausen reagiert mit großer Bestürzung und wachsender Verärgerung auf die angekündigte Schließung der Jugendwerkstatt Labora zum Ende des Schuljahres. Besonders gravierend ist der Wegfall der Plätze für sogenannte Schulpflichterfüllerinnen und -erfüller – junge Menschen, die aufgrund sozialer, persönlicher oder schulischer Problemlagen im regulären Schulsystem nicht mehr erreicht werden konnten.
Ein Angebot, das jungen Menschen Stabilität und Perspektiven gibt
„Genau für diese Jugendlichen hatten wir vor Jahren im Rat Zuschüsse zur Finanzierung entsprechender Plätze beantragt“, erinnert Kerstin Beckmann. Der Rat stimmte damals mit breiter Mehrheit zu – ein Zeichen dafür, wie wichtig diese Arbeit für Barsinghausen ist. Heute zeigt sich deutlicher denn je, wie richtig diese Entscheidung war.
Die Jugendwerkstatt Labora hat über viele Jahre hinweg jungen Menschen Perspektiven eröffnet, Stabilität vermittelt und sie wieder an Bildung, Arbeit und gesellschaftliche Teilhabe herangeführt. „Für viele Jugendliche war die Werkstatt die letzte echte Chance“, betont Daniela Dau. Dass dieses Angebot nun aufgrund fehlender Finanzierungsmöglichkeiten wegbricht, sei ein fatales Signal.
Präventionsarbeit darf nicht kaputtgespart werden
Gerade in Zeiten zunehmender sozialer Probleme, wachsender psychischer Belastungen und steigender Schulpflichtverweigerung sei es unverantwortlich, funktionierende Präventions- und Integrationsarbeit zu schwächen. Leidtragende seien ausgerechnet die jungen Menschen, die ohnehin Gefahr laufen, durchs Raster zu fallen.
Besonders ärgerlich ist, dass die Bedeutung der Jugendwerkstätten seit Jahren bekannt ist – dennoch wurde keine verlässliche Finanzierung durch das Land Niedersachsen sichergestellt. Aktiv für Barsinghausen weist seit Langem darauf hin, dass die Zahl der Jugendlichen mit Unterstützungsbedarf steigt.
Dank an die Mitarbeitenden – und klare Erwartungen an die Verantwortlichen
Die Wählergemeinschaft bedankt sich ausdrücklich bei allen Mitarbeitenden von Labora für ihre engagierte und oft herausfordernde Arbeit. Viele Jugendliche haben dort Halt, Struktur und neue Hoffnung gefunden. Dieses Engagement verdient Respekt und Anerkennung – keine Schließung.
Nun erwarten wir von Land, Region, Stadt Barsinghausen und allen zuständigen Stellen, dass alles unternommen wird, um vergleichbare Angebote zu erhalten oder neu aufzubauen. Unsere Stadt darf diese Jugendlichen nicht alleine lassen.
Denn am Ende geht es nicht um Haushaltszahlen oder Zuständigkeiten. Es geht um Menschen, um Zukunft und um die Verantwortung unserer Gesellschaft gegenüber ihren schwächsten Mitgliedern.
Wir setzen und dafür ein die Schließung der Jugendwerkstatt Labora zu verhindern!
Unsere bisherigen Aktivitäten:

