Die Wählergemeinschaft Aktiv Für Barsinghausen (AFB‑WG) hat sich zu ihrer jüngsten Mitgliederversammlung in der Gaststätte des Deisterbades getroffen. Im Mittelpunkt standen Berichte aus der Ratsarbeit sowie der Austausch mit dem parteiunabhängigen Bürgermeisterkandidaten Dr. Thomas Wolf.
Berichte aus der Fraktion- Kritik an Blockaden und mangelnder Transparenz
Die Fraktionsmitglieder Thomas Struß und Kerstin Beckmann informierten die Mitglieder über aktuelle Themen aus dem Rat. Besonders kritisch sahen sie die Ablehnung ihres jüngsten Antrags zur Einrichtung einer Arbeitsgruppe Radverkehr. Die rot‑grüne Ratsmehrheit habe den Vorstoß abgelehnt – ein Vorgang, der aus Sicht der AFB‑WG ein weiteres Beispiel für eine zunehmende parteipolitische Dominanz sei, die sachorientierte Arbeit erschwere.
Deutlich bemängelt wurde zudem eine mangelnde Transparenz gegenüber dem Rat, insbesondere bei den Kostensteigerungen beim Bau des Wasserwerks durch die Stadtwerke Barsinghausen. Die Fraktion forderte eine offenere Informationspolitik und eine frühzeitige Einbindung des Rates in wesentliche Entscheidungen.
Vorstellung des Bürgermeisterkandidaten Dr. Thomas Wolf auf der Mitgliederversammlung AFB-WG
Als Gast nahm der parteiunabhängige Bürgermeisterkandidat Dr. Thomas Wolf an der Versammlung teil. Der Verwaltungsjurist verfügt über 30 Jahre Erfahrung in der Kommunalverwaltung und betonte, wie sehr ihn die Gestaltung des unmittelbaren Lebensumfelds in seiner Heimatstadt motiviere.
Wolf hob hervor, dass das Amt des Bürgermeisters drei Rollen vereine:
- Leiter der Verwaltung,
- Repräsentant der Stadt und ihrer Menschen,
- Mitglied des Rates.
Gerade die Moderation und Organisation der Zusammenarbeit zwischen Rat und Verwaltung sei für ihn zentral. Er wolle als „Scharnier“ wirken und die Debattenkultur in Barsinghausen stärken – weg von Polemik, hin zu einer Versachlichung der Inhalte.
Als Krisenmanager habe er sich in der Corona‑Pandemie und der Kitakrise bewährt. Mit Blick auf die aktuelle Haushaltslage kritisierte Wolf eine Schieflage in der Schwerpunktsetzung: Während sehr teure Großprojekte vorangetrieben würden, fehlten Mittel für grundlegende Aufgaben wie die Sanierung von Grundschultoiletten, etwa an der Ernst‑Reuter‑Schule, oder die Erneuerung der Adolf‑Grimme‑Schule. Grundschulen seien das Fundament der Bildung und müssten Priorität haben ohne andere Weiterentwicklungen auszuschließen.
Wolf betonte, Barsinghausen als Familienstadt stärken zu wollen, die Stadtgesellschaft zusammenzuführen und den Zusammenhalt zwischen den Generationen zu fördern. Dabei sei ein sorgfältiges Abwägen zwischen Finanzierbarkeit und Machbarkeit notwendig, um eine erneute Haushaltssicherung unbedingt zu vermeiden. Seine Unterstützerunterschriften habe er aus der gesamten Breite der Stadtgesellschaft erhalten.
Positive Resonanz der Mitgliederversammlung der Wählergemeinschaft AFB-WG
Die Mitglieder der AFB‑WG zeigten sich offen für Wolfs Positionen. Besonders geschätzt wurden seine Unabhängigkeit, seine Offenheit und sein klarer Fokus auf Sachpolitik. Die Wählergemeinschaft begrüßte ausdrücklich, dass Wolf ohne parteipolitische Bindung antritt und damit einen neuen Stil in der Barsinghäuser Kommunalpolitik anstrebt.

