Erasmus+ eröffnet neue Perspektiven für Barsinghausen
Europa lebt vom Austausch – und genau diesen Austausch möchte die Wählergemeinschaft Aktiv für Barsinghausen mit einem neuen Antrag im Rat stärken. Mit der Teilnahme am EU‑Förderprogramm Erasmus+ im Bereich der öffentlichen Verwaltung und kommunalen Zusammenarbeit soll Barsinghausen künftig von internationalen Erfahrungen, modernen Verwaltungsansätzen und neuen Partnerschaften profitieren.
Unser Ziel: Barsinghausen fit machen für die Zukunft – durch Wissenstransfer, internationale Vernetzung und die Nutzung europäischer Fördermittel.
Was wir beantragen
Der Rat der Stadt Barsinghausen soll beschließen:
1. Teilnahme am EU‑Programm Erasmus+ vorbereiten
Die Verwaltung soll die Voraussetzungen schaffen, damit Barsinghausen am Erasmus+‑Programm teilnehmen kann.
2. Registrierung und Akkreditierung durchführen
Dazu gehört insbesondere:
- Beantragung einer OID (Organisation ID) über das Registrierungsportal der Europäischen Kommission
- Registrierung bei der Nationalen Agentur für Erasmus+
- Durchführung der Akkreditierung
- Antragstellung für Erasmus+‑Fördermittel
Diese Schritte sind notwendig, um überhaupt an europäischen Mobilitäts‑ und Austauschprogrammen teilnehmen zu können.
3. Nutzung der Fördermittel für internationale Mobilitäten
Die Erasmus+‑Mittel sollen u. a. eingesetzt werden für:
- Job Shadowing von Verwaltungsmitarbeitenden in europäischen Kommunen
- Job Shadowing in städtischen Beteiligungen, Eigenbetrieben und kommunalen Unternehmen
- Kurzzeitpraktika, Fachkräfteaustausche, Fortbildungen und Hospitationen im europäischen und außereuropäischen Ausland
- Austausch‑ und Informationsfahrten für Ratsmitglieder, um kommunalpolitische Zusammenarbeit zu stärken und Best‑Practice‑Beispiele kennenzulernen
4. Ratsmitglieder ausdrücklich einbeziehen
Auch Ratsmitglieder sollen – im Rahmen der Förderbedingungen – an Erasmus+‑Mobilitäten teilnehmen können. Kommunalpolitik lebt vom Blick über den Tellerrand.
5. Regelmäßige Berichte an den Rat
Die Verwaltung soll fortlaufend berichten über:
- Stand der Registrierung und Akkreditierung
- eingeworbene Fördermittel
- durchgeführte Mobilitäten
- Erkenntnisse und Nutzen für Verwaltung und Bürgerschaft
Warum Erasmus+ für Barsinghausen ein Gewinn ist
Kommunen in ganz Europa stehen vor ähnlichen Herausforderungen: Digitalisierung, Fachkräftemangel, Klimaschutz, Bürgerbeteiligung, moderne Verwaltungsstrukturen und nachhaltige Stadtentwicklung.
Viele Städte entwickeln dafür innovative Lösungen – Lösungen, von denen auch Barsinghausen profitieren kann.
Mit Erasmus+ können:
- Mitarbeitende der Verwaltung neue Ideen und Arbeitsweisen kennenlernen
- Ratsmitglieder internationale Best‑Practice‑Beispiele studieren
- langfristige Partnerschaften mit europäischen und außereuropäischen Kommunen entstehen
- EU‑Fördermittel nach Barsinghausen geholt werden
- interkulturelle Kompetenzen gestärkt werden
- die Verwaltung als moderne Arbeitgeberin attraktiver werden
Andere Städte wie Wuppertal, Bochum, Gelsenkirchen oder Aachen nutzen Erasmus+ bereits erfolgreich. Barsinghausen sollte hier nicht hinterherhinken, sondern Vorreiter in Niedersachsen werden.
Ein kleiner Aufwand mit großer Wirkung
Die Beantragung einer OID und die Registrierung sind organisatorisch überschaubar – der Nutzen dagegen ist enorm. Erasmus+ bietet finanzielle Unterstützung, internationale Vernetzung und wertvolle Impulse für eine moderne, zukunftsorientierte Verwaltung.
Gerade in Zeiten globaler Unsicherheiten ist es wichtig, ein Zeichen für Offenheit, Zusammenarbeit und europäische Verbundenheit zu setzen. Europa muss vor Ort erlebbar sein – auch in Barsinghausen.

