Zukunft der Bäderlandschaft

Ergebnisse der Bäderkommission dringend erwartet

Aktuell freuen wir uns auf die baldige Wiedereröffnung des Deisterbades. Über ein Jahr lang war es geschlossen. Es wurde wegen des Wasserverlustes durch marode Beckenköpfe und Leitungen aufwändig und kleinteilig saniert. Wir hoffen jetzt, das die Reparaturen erfolgreich sind und wir eine tolle Bade- Sommersaison mit Hallenbad und Außenbecken im Jahr 2025 vor uns haben. Dank an alle engagierten Akteure während der Schließungszeit!

Welche Lehren schließen wir jetzt aus dem letzten Jahr und den Problemen vor denen Stadtwerke, Stadt und vor allem Schulen, Vereine und die Öffentlichkeit standen? Wie sieht die Zukunft der Bäder in Barsinghausen aus?

Die Zukunftsfähigkeit eines Hallenbades steht für die Wählergemeinschaft Aktiv Für Barsinghausen, AFB-WG, im Vordergrund.

Insbesondere die energetische Versorgung, ganz wichtig der reduzierte Verbrauch an Energie und Wasser durch regenerative Energien, durch bessere Wärmedämmung sowie neue Wasseraufbereitungstechnik, sind wesentliche Argumente für einen Neubau.

Hinzu kommt eine Verbesserung der Betriebssicherheit durch technische Einrichtungen, die Wartung und Pflege besser als im derzeitigen Bestand ermöglichen und langfristig nutzbar sind.

Ein Neubau wäre gegenüber einer Sanierung mit 4,5% höheren Investitionskosten verbunden.

In der zugrundeliegenden Betrachtung nicht enthalten ist, dass bei einer Sanierung im Bestand zuvor die Dachkonstruktion noch eingehend zu überprüfen und die weitere „Lebenserwartung“ abzuschätzen ist. Hier sind zusätzliche, hohe Kosten, zu den bereits feststehenden Sanierungskosten zu befürchten, die den vermeintlichen Kostenvorteil zu Nichte machen könnten.

Zudem würde das Bad im Falle einer Grundsanierung für eine lange Zeit (1-2Jahre?) ausfallen. Für die Schulen und Vereine würde das einen weiteren Ausfall von Schwimmunterricht bedeuten. Kapazitäten in anderen Bäder sind kaum zu erhalten und die Fahrzeiten sind für den Schulunterricht nicht tragbar.

Die Festlegung auf einen Neubau ist aus unserer Sicht die richtige Entscheidung aufgrund des sichereren und konstengünstigeren langfristigen Betriebs. Pragmatisch legen wir uns auch auf die wesentliche Grundausstattung und damit Einsparungen fest. Die Ausstattung ist für uns am notwendigen Bedarf orientiert, soll insbesondere erhöhte und überflüssige Planungskosten vermeiden und eine effiziente und nutzungsorientierte Umsetzung ermöglichen.

Der Fokus für die Zukunft der Bäder liegt für uns auf Schulen, Vereinen, Gesundheitssport und Schwimmen lernen.

Für Sonderausstattungen wie Rutsche, Sprungturm und dazugehörige Becken fehlt eine Marktpotenzialanalyse, die eine Notwendigkeit und einen Mehrwert begründen könnte. Deshalb können wir uns dieser Forderung aktuell nicht anschließen.

Ergebnis unserer intensiven Überlegungen ist:

  1. Wir treten für einen Beschluss für einen Neubau des Hallenbades ein

Den Neubau des Hallenbades sehen wir als funktionelles Bad mit Erweiterungsoption für die Versorgung Schulen, Vereinssport, Reha-und Gesundheitssport sowie als Anlaufpunkt für Familien.

Notwendige Ausstattung ist für uns:

  • 6x25m Bahn, ggf. Sprungturm/-becken (letztes nicht zwingend)
  • 2 Funktions-/Lehrschwimmbecken mind.1x mit Hubboden für Reha-und Sportkurse sowie schwimmen lernen
  • Kleinkinderbereich mit Sprayground und geringer Wassertiefe sowie entsprechende Aufenthaltsmöglichkeiten für Familien

Alle darüber hinausgehenden Funktionen verteuern das Bad und die Sinnhaftigkeit ist durch eine fehlende Studie zu Notwendigkeiten und zu einem Marktbedarf bzw. zusätzlichem Nutzungsinteresse nicht erbracht.

Dies gilt für Sprungturm, Rutsche oder ein integriertes Freibad. Freibäder decken einen Zeitraum von ca. 4 Monaten im Jahr ab. Die Besucherzahlen schwanken stark je nach Schönwetterphasen.

Durch den enormen Finanzbedarf für Schul- und Kindergarten Neubau bzw. die notwendigen Sanierungen müssen Aufwand und Nutzen im Auge behalten werden.

2. Weitere Gespräche zum Freibad Goltern sind zu führen

Für das Freibad Goltern gibt es aus unserer Sicht durch Einsparungen bei den von uns hier genannten Optionen des Hallenbades, einige interessante Zukunftsvisionen, die die Nutzung des Geländes für Familien, Kinder und Jugendliche sehr interessant machen können. Diese wollen wir jedoch mit den dort aktiven Ehrenamtlichen diskutieren und ausloten. Im Gesamtkonzept unserer Bäder setzen wir uns dafür ein!

Wir wollen auf das Freibad in Goltern nicht verzichten. Es ist im Sommer die größte Jugendeinrichtung in den Ortsteilen. Ehrenamtliche haben es mit viel Herzblut und engagierter zum Teil harter Arbeit weit über die Sommermonate hinaus immer wieder flott gemacht. Sie haben gebangt, ob bei Schäden, wie durch das letzte Hochwasser, eine Eröffnung möglich sein würde und die Herausforderungen immer wieder gemeinsam gestemmt. Respekt und ganz großer Dank für diese Arbeit. Das Freibad ist generationenübergreifender Ortsmittel- und Treffpunkt.

Eine Zukunftsentscheidung für unser Freibad im Grünen ist wichtig und muss auch zeitnah getroffen werden. Wir plädieren jedoch dafür, das Freibad in der aktuellen Beschlussfassung zurückstellen und kein Junktim zur Entscheidung zum Hallenbad zu konstruieren. Das Freibad verdient eine gesonderte Betrachtung, wie sie zwei Jahre lang für das Hallenbad erfolgt ist- wenn auch nicht so lang.

Wir müssen die Zukunft der Bäder der Stadt Barsinghausen differenziert aber auch insgesamt betrachten und mit allen Zukuftsinvestitionen ins Gleichgewicht bringen!

Beschlüsse zur Bäderlandschaft in Barsinghausen stehen in der Ratssitzung am 3. April 2025 an. Sie findet um 19.00 Uhr in der Aula des Schulzentrums am Spalterhals statt und ist öffentlich. Die Tagesordnung steht auch hier. Die Machbarkeitsstudie zur Bäderlandschaft Barsinghausen: hier.

Unsere bisherigen Aktivitäten zum Thema Zukunft der Bäder:

Aktuelle Stunde zur Bäderkommission

Ehrenamtliches Engagement für Lehrschwimmbecken gestärkt

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