Sanierung der Landesstraße L391

Winterschäden der aktuellen Saison

Es hat uns eine Presseanfrage zur Sanierung der Landesstraße L391 erreicht, die wir aus Gründen der Brisanz des Themas gerne auch öffentlich beantworten. Die Stadt meldet, dass Vermessungsarbeiten beginnen sollen. Damit ist noch kein Schlagloch geflickt. Hier die Stellungnahme der Wählergemeinschaft Aktiv Für Barsinghausen:

1. Bewertung des aktuellen Zustands der L 391

Der Zustand der L 391 ist aus unserer Sicht inakzeptabel und verkehrsgefährdend. Die Fahrbahn ist in weiten Teilen so stark beschädigt, dass im Februar 2026 in Hohenbostel sogar Tempo 10 km/h angeordnet werden musste – ein beispielloser Vorgang für eine Landesstraße. Die Straße ist seit Jahren überfällig für eine grundlegende Sanierung, und der aktuelle Zustand stellt eine dauerhafte Belastung für alle Ortsteile entlang der Strecke dar.

2. Konkrete Auswirkungen auf Anwohner, Gewerbe, Pendler und ÖPNV

Der schlechte Straßenzustand hat spürbare Folgen:

  • Anwohner leiden unter Lärm, Erschütterungen und Staub, da die Straße unmittelbar an Wohnhäusern vorbeiführt und Fahrzeuge durch Schlaglöcher poltern.
  • Gewerbetreibende sind mit Lieferproblemen, Verzögerungen und zusätzlichem Verschleiß ihrer Fahrzeuge konfrontiert.
  • Pendler verlieren Zeit, müssen Ausweichrouten nutzen und riskieren Schäden an ihren Autos.
  • ÖPNV-Busse können die Strecke nur noch eingeschränkt und mit reduzierter Geschwindigkeit befahren, was Verspätungen und Ausfälle begünstigt.

Die L 391 ist eine zentrale Lebensader für Barsinghausen – ihr Zustand wirkt sich auf den gesamten Alltag der Menschen aus.

3. Was uns persönlich am meisten ärgert

Am meisten ärgert uns, dass alle Beteiligten seit Jahren wissen, wie schlecht die Straße ist – und trotzdem passiert nur das absolut Notwendige. Das Land streitet sich mit der Stadt um die Zuständigkeit an Kleinstflächen von wenigen Quadratmetern im Bereich der Fuß- und Radwege und nutzt jede Gelegenheit zum Aussitzen. Die Anwohner und Verkehrsteilnehmer tragen die Last, während sich die Sanierung immer weiter verzögert. Dass eine Landesstraße in einem Ortsteil auf Tempo 10 heruntergeregelt werden muss, ist ein Symbol für politisches Wegschauen.

4. Wer trägt die Hauptverantwortung für die ausstehende Sanierung der Landesstraße L391?

Die Verantwortung liegt eindeutig beim Land Niedersachsen, denn die L 391 ist eine Landesstraße. Die Stadt Barsinghausen kann appellieren, drängen und unterstützen – aber sie kann nicht selbst sanieren. Dass der Zustand über Jahre so vernachlässigt wurde, ist ein Ergebnis unzureichender Priorisierung im Landesstraßenbau.

5. Strukturelle Probleme in der Landes-Straßenbaupolitik

Ja, der Zustand der L 391 ist aus unserer Sicht ein Symptom struktureller Probleme:

  • zu geringe Mittel für Landesstraßen über viele Jahre,
  • lange Planungs- und Vergabeprozesse,
  • fehlende Priorisierung von Ortsdurchfahrten,
  • eine Politik, die eher auf Flickwerk als auf nachhaltige Erneuerung setzt.

Die L 391 ist kein Einzelfall – aber ein besonders drastisches Beispiel.

6. Erwartungen an das Land Niedersachsen zur Sanierung der Landesstraße L391

Wir erwarten vom Land:

  • einen verbindlichen, transparenten Zeitplan für die vollständige Sanierung aller Abschnitte,
  • eine hochwertige Bauausführung, die nicht nach wenigen Jahren wieder repariert werden muss,
  • eine klare Perspektive für die weiteren Bauabschnitte, damit die Ortsteile nicht erneut jahrelang im Ungewissen bleiben.

Die Menschen entlang der L 391 haben ein Recht darauf zu wissen, wann endlich Abhilfe geschaffen wird.

7. Wurde zu lange auf Notreparaturen gesetzt?

Ja. Statt rechtzeitig grundlegend zu investieren, wurde über Jahre hinweg nur geflickt, obwohl der Verfall absehbar war. Diese Strategie hat nicht nur Geld verschwendet, sondern auch dazu geführt, dass die Straße heute in einem Zustand ist, der für eine Landesstraße schlicht unwürdig ist.

Bisherige Aktivitäten: Ausbesserungsarbeiten an der L 391 gefordert

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