Der Schnee taut und der Frost des Winters 2025/2026 wird sicherlich wieder Schäden an unseren ohnehin schon maroden Fuß- und Radwegen hinterlassen haben. Gleichzeitig freuen sich Viele wieder darauf, raus zu gehen und auf das Fahrrad umzusteigen. Frühzeitig nehmen wir die Situation in den Blick und setzen uns für Verbesserungen für Radfahrer und Fußgänger ein.
Für die Verbesserung der Situation für Radfahrende, Fußgänger und mobilitätseingeschränkte Menschen in Barsinghausen haben wir folgenden Antrag gestellt:
Der Rat der Stadt Barsinghausen möge beschließen:
- Einrichtung eines zweckgebundenen Budgets sowie Bereitstellung zusätzlicher personeller Ressourcen zur kurzfristigen und mittelfristigen Verbesserung der Wegeinfrastruktur für
- Fußgängerinnen und Fußgänger,
- Menschen mit Handicap,
- Radfahrende (einschließlich Nutzer moderner Fahrradtypen wie E‑Bikes und Lastenräder).
- Einrichtung eines Arbeitskreises (AK) unter Beteiligung
- der Stadtverwaltung,
- der Ratsfraktionen,
- des ADFC,
- sowie – sofern möglich – der örtlichen Polizeikontaktbeamten. Der AK soll kurzfristig seine Arbeit aufnehmen.
- Durchführung einer gemeinsamen Begehung der vom ADFC sowie von der AFB‑WG benannten Gefährdungs- und Problemstellen und von den weitern Fraktionen ergänzten Punkten im Stadtgebiet, insbesondere entlang der Ost‑West‑Achse (u. a. Wennigser Straße, Egestorfer Straße, Kreuzkamp, Bahntrasse Egestorf).
- Erstellung eines Sofortmaßnahmenplans mit konkreten Handlungsschritten, Prioritäten und einer notwendigen Budgetierung. Der Plan ist dem Rat zeitnah zur Beratung und Beschlussfassung vorzulegen.
- Festlegung eines Umsetzungsfahrplans, der sicherstellt, dass möglichst viele der identifizierten Maßnahmen bereits im Jahr 2026 realisiert werden.
Begründung
Die Situation für Radfahrende, Fußgänger und mobilitätseingeschränkte Menschen in Barsinghausen ist trotz politischer Willensbekundungen im vergangenen Jahr weiterhin unzureichend. Eine spürbare Verbesserung der Wegequalität und Verkehrssicherheit hat bislang nicht stattgefunden.
Ein zukunftsorientiertes Mobilitätskonzept erfordert eine deutliche Stärkung des Umweltverbundes. Dazu gehört, dass Wege sicher, barrierefrei, gepflegt und ausreichend breit sind – insbesondere vor dem Hintergrund zunehmender Nutzung von E‑Bikes und Lastenrädern.
Der ADFC hat jüngst erneut auf erhebliche Problemstellen hingewiesen. Beispielhaft seien genannt:
- ungepflegte oder unübersichtliche Wege zwischen Egestorf und Barsinghausen,
- Gefährdungen durch parkende Fahrzeuge auf der Wennigser Straße,
- zugewachsene oder verengte Wege am Bahnhof Egestorf und entlang der Bahntrasse,
- Engstellen und Gefahrenpunkte im Bereich Kreuzkamp,
- starke Einschränkungen und Verschmutzungen auf der Egestorfer Straße,
- fehlende durchgängige Regelungen in der Kernstadt.
Viele dieser Probleme ließen sich mit vergleichsweise geringem Mitteleinsatz sowie durch konsequentere Kontrolle und Pflege durch Ordnungsamt, Polizei, Bauhof und Tiefbauamt kurzfristig entschärfen.
Um glaubwürdig zu bleiben und die Verkehrssicherheit zu erhöhen, ist ein strukturiertes, zeitnahes Vorgehen erforderlich. Der vorgeschlagene Arbeitskreis, die gemeinsame Begehung und ein Sofortmaßnahmenplan schaffen hierfür die notwendigen Grundlagen.
Bisherigen Aktivitäten: hier

