WSS – Stellungnahme zur Standortentscheidung
WSS – Stellungnahme zur Standortentscheidung

Die Wilhelm-Stedler-Schule würden wir am Liebsten erhalten, wie und wo sie ist….
Leider haben uns die Bausachverständigen dargelegt, dass die langfristig anstehenden Sanierungen sehr aufwendig sind und ein Neubau aufgrund von Brandschutz und Energieeffizienz wirtschaftlicher. Wir akzeptieren dies.

Ein Neubau bietet natürlich Chancen für Schule und Stadtentwicklung, die dann auch so gut wie möglich genutzt werden sollten. Diverse Aspekte gilt es dabei zu diskutieren.
Wir möchten, dass der Schulbetrieb durch Baumaßnahmen so wenig, wie möglich beeinträchtigt wird. Deshalb haben wir uns dafür eingesetzt, am bestehenden Standort das Nachbargründstück der Klosterkammer hinzuzunehmen, dort neu zu bauen und dann mit der Schule komplett umzuziehen. Das hat sich leider zerschlagen.
Daraufhin haben wir uns dafür eingesetzt, die Bert-Brecht-Schule in die Überlegungen einzubeziehen, weil die Förderschule im Rahmen der Inklusion geschlossen wird und dann leer setzt. Als Übergangsquartier oder neuer Standort wäre das eine gute Option.
Wir möchten, dass Zukunftsoptionen, wie die Anbindung eines Kindergartens, unterschiedliche Räumlichkeiten für die Inklusion und die Weiterentwicklung schulischer Möglichkeiten, eine Perspektive für die Stadtbücherei, ein größerer Schulhof etc. diskutiert werden.
Wir möchten eine städtebaulich gute Lösung, die die bestehenden Verkehrsprobleme der WSS löst, den wunderschönen Altbau an der Schulstraße erhält und Flächen für weiteren Wohnraum in der Innenstadt schafft….

Gerne darf die Lösung auch wirtschaftliche Aspekte berücksichtigen, weil wir in Barsinghausen immer noch wenig finanziellen Spielraum haben und das Geld der Steuerzahler nach unserer Auffassung immer sparsam einzusetzen ist.

Bei der Frage, ob die WSS am bisherigen Standort oder auf dem Gelände der jetzigen BBS neu entsteht, sind die letzten Punkte trotz ausschweifender Diskussion bisher kaum betrachtet worden. Daher ist es aus unserer Sicht zu früh, sich auf einen Standort festzulegen. Da die räumliche Möglichkeiten in der BSS ohnehin erst 2020 realistisch vorhanden sind, ist ausreichend Zeit, diese Punkte zu erörtern.

Wir verstehen das emotionale Argument: „unsere Kinder gehören in die Mitte der Stadt!“ Die Schulstraße liegt aber nicht an der Peripherie und das Bauchgefühl allein ist für uns kein ausreichender Entscheidungsfaktor über die langfristige städtebauliche Entwicklung unserer Innenstadt!

Jetzt, im Februar 2016, treffen wir noch keine abschließende Entscheidung und wollen zunächst Informationen zu den aufgezeigten Punkten einfordern….. Sollte es zu einer Ratssitzung kommen, werden wir eine sofortige Entscheidung über den Standort ablehnen.

Darüber hinaus kritisieren wir an dem Änderungsantrag der Gruppe SPD/Bündniss 90/Die Grünen, der den Beginn des VOF-Verfahrens bereits auf den 1.Juli 2016 festlegt, dass  die Formulierungen auf einen möglich früheren Baubeginn als zum Schuljahr 2020/2021 hinweisen. Das aber steht in keinster Weise im Einklang mit den Interessen der Schulen und Elternvertretungen und schafft schon gar keine Planungssicherheit für die Schulen. Wörtlich heißt es, dass der Neubau der WSS beginnen soll, „sobald die räumliche Situation in der BBS für die Schülerinnen und Schüler beider Schulen einen weigehenden störungsfreien Unterricht zulässt, spätestens zum 1.Juli 2020“. Hier wird nach wie vor von einer parallelen Nutzung der BBS ausgegangen, wann immer das in den Augen von SPD und Grünen als pädagogisch sinnvoll erachtet wird.

Wir sind in der komfortablen Lage, einmal bei Entscheidungen nicht unter einem extremen Zeitdruck zu stehen. Nutzen wir diese Zeit im Sinne der SchülerInnen, Eltern, LehrerInnen und der Stadtgemeinschaft und lassen wir uns nicht durch die kommende Kommunalwahl in unseren Entscheidungen beeinflussen.

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