Frauen sind in unserer Gesellschaft leider immer noch nicht gleichberechtigt. Trotz allem Fortschritt auf diesem Gebiet und positiver Veränderung der Lebensbedingungen von Frauen ist eine gleichberechtigte Teilhabe im gesellschaftlichen Leben noch lange nicht erreicht.

Besonders offensichtlich wird dieses in der Unterrepräsentanz von Frauen in Führungspositionen, sowohl in der Privatwirtschaft, als auch im öffentlichen Dienst und in den politischen Gremien. Selbst in der Großen Koalition hat Frau und Mann erkannt, dass ohne verpflichtende gesellschaftliche Regelungen und eine verbindliche Quote sich nichts an dieser Situation ändern wird.

Barsinghausen ist zurzeit leider ein ausgesprochen negatives Beispiel dafür.

Die Fraktion Aktiv für Barsinghausen hat sich aktiv dafür eingesetzt, dass die neu zu besetzende Stelle des Ersten Stadtrates/Rätin mit einer kompetenten und qualifizierten Frau besetzt wird – leider erfolglos. Auch hat die SPD als Nachfolger für die 2015 verstorbene stellvertretende Bürgermeisterin wieder einen Mann benannt.

Dadurch ist nicht nur die Verwaltungsspitze in Barsinghausen rein männlich besetzt, sondern nun auch alle herausgehobenen Funktionen im Rat: alle drei Stellvertreter des Bürgermeisters, der Ratsvorsitzende und sein Stellvertreter, die drei Aufsichtsratsvorsitzenden der städtischen Gesellschaft und der komplette Aufsichtsrat der Stadtwerke und der Stadtentwicklungsgesellschaft.

Auf diesen extrem traurigen Zustand haben wir in der entsprechenden Ratssitzung hingewiesen und aus diesem Grunde auch dem Besetzungsvorschlag für den stellvertretenden Bürgermeister nicht zugestimmt.

Wir brauchen dringend nicht nur ein Umdenken in der Politik, dass sich auch in der Besetzung der Wahllisten für die nächste Kommunalwahl widerspiegelt, sondern eine Gleichstellungsbeauftragte mit entsprechenden Rahmenbedingungen, damit sich auch in Barsinghausen endlich etwas ändert.

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